wo not am nächsten ist
sozialdiakonisches netzwerk wil
·begegnen ·erkennen ·beraten ·vermitteln ·begleiten ·unterstützen

in zusammenarbeit mit institutionen und behörden.

wfashion 2.2.-28.06.12
am donnerstag 2. februar 2012
hat Wfashion wieder ihre türen bis zum 28. juni 2012 geöffnet.
die 2handkleiderabgabe an der dorfstrasse 21 (haus scheidweg) in wilen ist bis 28. juni jeweils von 15 bis 17 uhr für alle menschen offen, welche eine caritaskarte besitzen.
eine grosse auswahl an kinder- und damenkleidern- und schuhen, sowie eine kleinere auswahl an herrenmode erwartet sie.
momentan können 14 kleidungsstücke pro tag gekauft werden,
davon zwei jacken und zwei paar schuhe.
preise:
pullover und shirts: 1fr.
hosen und pyjama: 2fr.
jacken und schuhe: 3fr.
falls sie keine caritaskarte haben, helfen wir ihnen bei der abklärung, ob sie bezugsberechtigt sind und welche schritte nötig sind, um eine karte zu beantragen.
ein budgetrechner dazu finden sie hier:
Budgetrechner
Ein besonderer Dank gilt der Erbengemeinschaft Hug, welche uns die Räume kostenlos zur Verfügung stellt.
bahnhofsweihnacht 20.12.2011
wie jedes jahr fand auf dem bahnhofsplatz wil unsere bahnhofsweihnacht statt. keine krippe, keine esel, aber dafür gute gespräche bei einer feinen suppe. am 20. dezember um 15 uhr wurde bei heftigem wind und schneefall auf dem bahnhofsplatz ein zelt aufgestellt und alles bereitgemacht. pünktlich auf 17uhr hörte der schneefall und der wind auf. wieder einmal hat gott unsere gebete erhört. der feine duft des weihnachtstees erfüllte die luft. im suppentopf köchtelte die vom restaurant rebstock zubereitete gerstensuppe vor sich hin. so war es nicht verwunderlich, dass sich das zelt nach und nach füllte.
richard rathgeb, religionslehrer in wil überbrachte als zeichen der wertschätzung das friedenslicht von bethlehem, das ende november in der geburtskirche in bethlehem entzündet und mit dem flugzeug via linz nach zürich und dann nach wil kam. details
>hier. das war ein sehr berührender moment - zwischen suppenschöpfen und - löffeln wurde es tatsächlich "weihnachten". er meinte: "dieses friedenslicht passt zu diesem abend und zu eurer arbeit - ihr bringt licht in manch dunkle situation."
inzwischen versammelten sich immer mehr menschen vor und im zelt. für leute, die notWende nicht kennen, haben wir dieses mal erstehilfe-täschli verschenkt. darin enthalten: pinzette, pflästerli, verband, schere... und ein flyer von notWende. ein erste hilfeset, das der barmherzige samariter im gleichnis der bibel wohl auch hätte gebrauchen können, als er dem ausgeraubten und verletzten mann auf der strasse begegnet. aber weshalb an weihnachten? - da gibt es noch die tatsache, dass jesus auf diese erde kam, um menschen zu retten - nicht zu richten. dafür setzte er sein leben buchstäblich ein. zwei vorbilder für notWende. ein taxifahrer rief notWende ein paar tage später an und fragte, ob er solche sets seinen fahrkunden weitergeben dürfe, was wir natürlich genial finden.
es war ein schönes beisammensein mit vielen guten gesprächen - von herz zu herz.
schön, dass die leute nicht einen bogen ums zelt machen oder wie üblich ausweichen. durch die ansammlung von jugendlichen auf dem bahnhof beim zelt hatte ein passant die polizei verständigt. nun - es war alles im grünen bereich - keine pöbeleien - agesehen davon, hatten wir eine bewilligung von der stadt wil. trotzdem war es schön, mit der polizei wieder ein paar worte zu wechseln.
die patroullie der securitas meinte: "heute ist die bahnhofsunterführung leer - sie sind alle bei euch..."
ein älteres ehepaar überbrachte ein couvert mit einem geldbetrag und erklärten: Wir haben eine abmachung: immer wenn jemand das wort "schnell" benützt (z.B. ich mues no schnäll go...), muss er/sie 1fr. in ein kässeli legen. der ertrag aus dieser jahresaktion 2011 ist nun in diesem Couvert." da hat jemand wohl das ganze jahr immer wieder an notWende gedacht. beim öffnen des briefumschlags zeigte sich auf grund der höhe des betrags einmal mehr, dass auch ältere menschen wohl ein ziemlich hektisches leben führen...
um 21 uhr war der der suppentopf leer und es begann wieder zu schneien - ein untrügliches zeichen dafür, dass die bahnhofsweihnacht für dieses jahr wieder geschichte ist. zurück bleiben eindrücke eines wunderschönen abends, ein paar säcke mit müll und ein friedenslicht, das zumindest in den herzen bis nächste weihnacht weiter brennt.
herzlichen dank allen aufgestellten zeltaufstellern, ausdauernden suppenauslöfflern, hervorragenden kuchenbackern und natürlich den streetworkern und den stillen betern, die auch die kommenden 50 dienstagabende bis zur nächsten bahnhofsweihnacht am bahnhof anzutreffen sind.
